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STI Symptome bei Frauen: Woran Sie eine Infektion erkennen

Sexuell übertragbare Infektionen (STIs) sind ein globales Gesundheitsproblem, das Frauen aller Altersgruppen betrifft. Die Symptome können variieren und sind oft subtil, was eine frühe Diagnose erschwert. Dennoch ist das Erkennen dieser Anzeichen entscheidend, um frühzeitige Maßnahmen zu ergreifen und schwerwiegende gesundheitliche Folgen entsprechend zu verhindern.

In diesem Artikel werden die häufigsten STI-Symptome bei Frauen beschrieben.

Inhalt

Chlamydien

Bei Chlamydien handelt es sich um Bakterien. Die Infektion mit Chlamydien ist eine der häufigsten STIs und wird am häufigsten bei vaginalem und analem Geschlechtsverkehr übertragen. Sie verläuft meist ohne oder mit nur leichten Symptomen. Bleibt eine Chlamydien-Infektion unerkannt und daher unbehandelt, kann dies bei Frauen sogar zu Unfruchtbarkeit führen (1). Die typischen Symptome einer Chlamydien-Infektion umfassen:

  • Ungewöhnlicher, eitriger oder schleimiger Ausfluss: Dieser kann geruchlos oder leicht riechend sein, was oft unbemerkt bleibt.
  • Schmerzhaftes Urinieren: Ist die Harnhöhre von der Infektion betroffen, kommt es zu brennenden Schmerze beim Wasserlassen. Das Brennen kann variieren bzw. mild bis stark sein und wird oft mit einer Harnwegsinfektion verwechselt.
  • Zwischenblutungen: Entzündungen im Gebärmutterhals können zu Blutungen zwischen den Perioden führen.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Entzündungen im Beckenbereich können während des Geschlechtsverkehrs Schmerzen verursachen, die sowohl tief im Becken als auch an der Scheidenöffnung auftreten können.
  • Geschwollene Lymphknoten: Sie können in der Leistengegend anschwellen, was auf eine systemische Reaktion des Körpers hindeutet.
  • Unterleibsschmerzen: Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im Unterleib können auf eine fortschreitende Infektion hinweisen, die das Fortpflanzungssystem beeinträchtigt.
  • Schmerzen im unteren Rücken: Diese können mit den Unterleibsschmerzen einhergehen bzw vom Unterleib in den Rücken ausstrahlen und sind ein Hinweis auf eine aufsteigende Infektion..
  • Fieber: Ein leichtes bis mäßiges Fieber kann ein Anzeichen für das Aufsteigen der Infektion sein.

Gonorrhö (Tripper)

Gonorrhö, auch Tripper genannt, gehört ebenfalls zu den häufigsten STIs. Tripper wird durch Bakterien übertragen die„Gonokokken“ genannt werden., Tripper ist sehr leicht übertragbar. Sowohl beim vaginalen und analen Geschlechtsverkehr als auch beim Oralverkehr können sich Frauen mit den Bakterien anstecken (5). Gonorrhö weist ähnliche Symptome wie eine Chlamydien-Infektion auf

  • Vaginaler Ausfluss: Gelblich oder grünlich gefärbter, stark riechender Ausfluss ist ein typisches Anzeichen für Gonorrhö.
  • Schmerzen oder ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen: Eine Reizung der Harnröhre kann zu diesen Beschwerden führen. Das Brennen ist häufig stärker als bei einer Chlamydieninfektion und kann von Schmerzen begleitet sein.

Schleimhautbefall: Die Bakterien können am Gebärmutterhals und amEnddarm Entzündungen verursachen. Aberauch im Rachen können sich die Bakterien vermehren und zu Halsschmerzen führen.

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    Trichomoniasis

    Trichomoniasis wird durch den einzelligen Parasit Trichomonas vaginalis verursacht. Die Infektion ist insbesondere bekannt für folgende Symptome (3):

    • Ungewöhnlicher Ausfluss: Ein schaumiger, gelb-grüner Ausfluss mit starkem, fischartigen Geruch. Dieser kann für viele betroffene Frauen sehr unangenehm sein.
    • Jucken und Reizung: Starker Juckreiz und Brennen im Bereich der Scheide treten häufig auf.

    Herpes

    Herpes genitalis wird durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) verursacht und ist eine chronische Infektion, die auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Sie tritt in Form von Schüben auf, bei denen das Risiko steigt, sich mit HIV anzustecken (4).

    • Bläschen und Geschwüre: Sie sind im Genitalbereich zu finden, platzen auf und verursachen schmerzhafte, offene Wunden. Diese Blasen können in gruppenförmiger Anordnung auftreten.
    • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen: Wenn die Blasen oder Geschwüre in der Nähe der Harnröhre liegen, können Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen Diese ist besonders bei schweren Ausbrüchen häufig der Fall.
    • Juckreiz und Reizung: Dies tritt oft im genitalbereich auf, bevor sich die ersten sichtbaren Bläschen entwickeln.Diese Symptome sind daher oft die ersten Anzeichen eines Herpes-Ausbruchs.
    • Geschwollene Lymphknoten: Diese können in der Leistengegend anschwellen und deuten in der Regel auf eine Infektion hin.
    • Grippeähnliche Symptome: Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen können auftreten, insbesondere bei der ersten Infektion. Diese charakteristischen Symptome ähnlen den anderer grippeähnlicher Erkrankungen und sind daher schwer von letzteren zu unterscheiden.

    Eine Infektion mitHerpes genitalis kann nicht geheilt werden. Salben, Cremes und weitere Medikamente können die Symptome jedoch lindern und die Häufigkeit der Ausbrüche reduzieren (4).

    Syphilis

    Syphilis, auch „harter Schanker“ genannt, wird durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht und verläuft in mehreren Stadien, wobei diese sich jeweils in ihren Symptomen unterscheiden.

    • Blasen und Geschwüre: Schmerzlose Geschwüre (Chancre) im Frühstadium sind das erste Anzeichen. Sie heilen oft von selbst, aber die Infektion bleibt bestehen und kann in das nächste Stadium übergehen.
    • Geschwollene Lymphknoten: Diese treten oft in verschiedenen Stadien der Infektion
    • Grippeähnliche Symptome: Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen können auftreten, insbesondere im sekundären Stadium der Syphilis. Diese Anzeichen sind oft unspezifisch und können leicht übersehen werden.

    Unbehandelt können sich bei einer Syphilis Geschwüre bilden die sowohl Organe als auch das Nervensystem schädigen. Blind- und Taubheit sowie geistiger Verfall können mögliche Folgen sein (2).

    Maßnahmen bei Verdacht auf eine STI

    Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, ist es wichtig, schnell zu
    handeln:

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    Fazit

    Das Erkennen der Symptome von STIs bei Frauen ist entscheidend für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung. Unbehandelte Infektionen können schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, darunter Unfruchtbarkeit und ein erhöhtes Risiko für andere Infektionen. Ignorieren Sie verdächtige Symptome nicht und zögern Sie nicht, schnell medizinischen Rat einzuholen.. Die meisten Geschlechtskrankheiten
    sind gut behandelbar. Darüber hinaus sind regelmäßige Tests und präventive Maßnahmen der beste Weg, um Ihre und die sexuelle Gesundheit anderer zu schützen.

    Quellen

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    Foto: Unsplash

    Quellen

    (1) Deutsche Aidshilfe, Chlamydien [Internet]. [zitiert 28. August 2024]. Verfügbar unter: https://www.aidshilfe.de/chlamydien


    (2) Deutsche Aidshilfe, Syphilis [Internet]. [zitiert 28. August 2024]. Verfügbar unter: https://www.aidshilfe.de/syphilis


    (3) Cleveland Clinic, Trichomoniasis: Causes, Symptoms, Testing & Treatment. [Internet]. [zitiert 28. August 2024]. Verfügbar unter: https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/4696-trichomoniasis


    (4) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Herpes [Internet]. [zitiert 28. August 2024]. Verfügbar unter: https://www.liebesleben.de/fuer-alle/sexuell-uebertragbare-infektionen/herpes/


    (5) Deutsche Aidshilfe, Tripper (Gonorrhö) [Internet] . [zitiert 28. August 2024]. Verfügbar unter: https://www.aidshilfe.de/tripper-gonorrhoe


    (6) World Health Organization (WHO), Sexually transmitted infections (STIs) [Internet]. [zitiert 28. August 2024]. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/sexually-transmitted-infections-(stis)


    (7) Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Prevention and control of sexually transmitted infections: draft global health sector strategies [Internet]. from: https://www.cdc.gov/std/treatment-guidelines/stis.htm

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