
Vitamin D: Die fatale Versorgungslücke in Deutschland und was Sie dagegen tun können.
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Ein Großteil der deutschen Bevölkerung erreicht nicht die empfohlenen Vitamin-D-Werte – mit potenziell ernsthaften Folgen für die Gesundheit. Dennoch wird noch immer zu wenig über die Bedeutung dieses Vitamins aufgeklärt. Zwar wissen viele, dass Vitamin D als „Sonnenvitamin“ durch Einwirkung von Sonnenlicht auf die Haut produziert wird, doch nur wenige sind sich bewusst, wie verbreitet eine unzureichende Versorgung in Deutschland tatsächlich ist und welche Risiken ein Mangel mit sich bringt. In diesem Artikel beleuchten wir die aktuelle Versorgungslage, die Bedeutung von Vitamin D und zeigen Ihnen, wie Sie aktiv dagegen ansteuern können.
Inhalt
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Vitamin D Versorgung in Deutschland
Laut der nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) erreichen 82 % der Männer und 91 % der Frauen die empfohlene Zufuhr an Vitamin D nicht. Besonders betroffen sind:
- Jugendliche und junge Erwachsene (>86 % der Männer, >96 % der Frauen)
- Ältere Menschen (94 % der Männer, 97 % der Frauen)
Mit zunehmendem Alter steigt die benötigte Vitamin D Zufuhr bis zur Altersgruppe 51–64 Jahre an und bleibt danach auf einem konstanten Niveau. Ab 65 Jahren liegt die empfohlene tägliche Vitamin-D-Zufuhr bei 10 μg, also doppelt so hoch wie für jüngere Altersgruppen. Auch Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren nehmen deutlich weniger Vitamin D zu sich, als empfohlen wird (BMEL, 2008). Dies verdeutlicht das Problem der Vitamin-D-Versorgung in Deutschland.
Bedeutung von Vitamin D
Vitamin D ist für den Menschen ein unerlässlicher Nährstoff ist, welcher kontrolliert werden sollte. Vitamin D ist für zahlreiche körperliche Funktionen zuständig:
- Unterstützt die Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor
- Trägt zur Erhaltung gesunder Knochen, Zähne und Muskeln bei
- Stärkt das Immunsystem
- Reduziert das Sturzrisiko durch Haltungsinstabilität und Muskelschwäche (besonders bei älteren Menschen)
- Essentiell für das normale Wachstum und die Entwicklung der Knochen bei Kindern
- Unterstützt die Gesundheit des Nervensystems
Vitamin-D-Mangel Symptome
Ein Vitamin-D-Mangel wirkt sich systemisch auf den gesamten Körper aus. Das bedeutet, dass sich ein Mangel durch vielfältige Symptome bemerkbar machen kann. Häufig treten dabei Müdigkeit und Erschöpfung, Kopfschmerzen, Knochenschmerzen, Muskelschwäche, eine erhöhte Infektanfälligkeit, depressive Verstimmungen, Haarausfall und Schlafstörungen auf.
Ergänzende Einnahme von Vitamin D
Aufgrund der unzureichenden Versorgung kann die Einnahme von Vitamin-D-Supplementen sinnvoll oder sogar notwendig sein:
- Erwachsene: Eine tägliche Dosierung von 800–2.000 IE gilt als ideal (Kimball, 2020).
- Frauen in den Wechseljahren: Eine Dosierung von 2.000 bis 4.800 IE (50–120 μg) kann helfen, einen Mangel auszugleichen (Tayem et al., 2019).
Wie kann ein Vitamin-D-Mangel behoben werden?
- Vitamin-D-Spiegel testen: Mit unserem kostengünstigen Vitamin D Test können Sie Ihren Vitamin-D-Wert einfach von zuhause aus bestimmen.
- Supplementierung falls nötig: Erhältlich in Form von Kapseln, Tabletten, Pulver oder Öl. Die Wahl des richtigen Präparats hängt von den individuellen Vorlieben und der gewünschten Dosierung ab.
- Erneute Messung nach 3–6 Monaten: Testen Sie erneut Ihren Vitamin-D-Wert, um den Erfolg der Supplementierung zu messen.

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Wann am besten Vitamin D einnehmen?
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin (wie Vitamin A, E und K) und sollte deshalb mit einer Mahlzeit oder einer Fettquelle eingenommen werden, um die Aufnahme zu optimieren. Es gibt keine spezielle Tageszeit, welche für die Einnahme von Vitamin D empfohlen wird.
Fazit
Vitamin D ist ein essenzieller Nährstoff, der für die Knochengesundheit, das Immunsystem und viele weitere körperliche Funktionen wichtig ist. Die unzureichende Versorgung in Deutschland macht es notwendig, sich aktiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Eine regelmäßige Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels und gegebenenfalls eine gezielte Supplementierung können helfen, Mangelerscheinungen vorzubeugen und langfristig die Gesundheit zu fördern.
Quellen
- Kimball SM, Holick MF. "Official recommendations for vitamin D through the life stages in developed countries." European Journal of Clinical Nutrition 74, 1514–1518 (2020)
- Tayem, Y., Alotaibi, R., Hozayen, R., & Hassan, A. (2019). "Therapeutic regimens for vitamin D deficiency in postmenopausal women: a systematic review." Menopausal Review, 18(1), 57–62. 10.5114/pm.2019.84159
- BMEL. (2008). "Nationale Verzehrs-Studie II." Zugriff am 04.03.2025 unter: BMEL Vitamin D Studie